Auenkrone
In den Tagen der Furten war dieses Land kein Reich – nur Wege, Wasser und ein hartes Leben zwischen Auen und Wald. Händler zogen von Übergang zu Übergang, und jedes Dorf war ein eigener Eid. Doch als der Aschewinter kam, als Speicher brannten und die Ostlande ihre Schatten über die Felder warfen, begriff man: Wer allein steht, wird gebrochen.
Am Drei‑Furten‑Stein sprachen die Häuser den Furtenschwur. Nicht Gold, nicht Eitelkeit stand am Anfang, sondern die Pflicht: ein Recht, das trägt; ein Heerbann, der schützt; ein Frieden, der hält. So wurde Auenkrone geboren – eine Krone aus Land und Eiche, nicht aus Prunk.
Die Immerforste
Die Immerforste liegen innerhalb der Grenzen Auenkrones, doch nicht unter seiner Krone. Der Eichen‑und‑Efeu‑Pakt bindet, ohne zu knebeln: Auenkrone anerkennt elfisches Recht in den Forsten – und die Höfe sichern Grenzpfade, Botenwege und den Eid der Not, wenn äußere Finsternis an die Waldkante greift.
Lichtelfen & die Wächter des Lichts
Wer Blau in Auenkrone sieht, denkt an Schwur und Weg. Die Lichtelfen tragen es wie Morgennebel über Wasser, die Wächter wie eine Kante im Sturm. Und doch erzählt dieselbe Farbe von derselben Bindung: einem Bund, der Grenzpfade hält, wenn Gesetze enden.
Die Ostlande
Jenseits der Wachtlinien liegen die Ostlande – wild, gesetzlos, voller Ruinen und falscher Versprechen. Dort sammeln sich Räuberfürsten, dunkle Menschen und Kriegshaufen. Die Eisenorks brauchen kein Banner: Ihr Zeichen ist Metall, ihre Litanei ist Beute, ihr Gesetz ist Stärke.
Orden & Schwüre
Der Orden der Rose trägt Rot und Gold – nicht als Zier, sondern als Zeichen: Blut wird gebunden, Eid wird gehalten, Wunden werden geschlossen. Viele Häuser geben ein Kind in die Rose, um das Band zwischen Altar, Adel und Land zu stärken.
Die Wächter des Lichts sind dort, wo Wege gefährlich werden: an Pässen, Furten, Signalhügeln. Wer ihr Blau sieht, weiß, dass jemand Wache hält – und dass Eid nicht nur gesprochen, sondern getragen wird.